ImpulsGlobal

Das Projekt „ImpulsGlobal. Ein Qualifizierungsprogramm für kommunale Nord-Süd-Partnerschaften" unterstützte deutsche Kommunen darin, ihre entwicklungspolitischen Aktivitäten in ihren Kommunalpartnerschaften mit Städten des globalen Südens auszubauen und die Partnerschaften auf eine breitere öffentliche Basis zu stellen. Die bessere Vernetzung der kommunalen Akteure (sowohl Verwaltung als auch Zivilgesellschaft) auf der nationalen und internationalen Ebene sollte Synergieeffekte bewirken.

Projektbausteine
Bestandsaufnahme
Bundesweit wurden 40 Interviews mit kommunalen MitarbeiterInnen durchgeführt, um mehr über das entwicklungspolitische Engagement deutscher Kommunen speziell im Hinblick auf Nord-Süd-Städtepartnerschaften zu erfahren. Nach der Auswertung werden die Ergebnisse in der Zusammenfassung
„Kommunale Partnerschaften mit dem Süden: Entwicklungspolitische Herausforderungen, Unterstützungsbedarf und Diskussionsanstöße“ präsentiert.

 

Unterstützung von kommunalen Prozessen zu Nord-Süd-Partnerschaften

In der Stadt Erlangen waren aufgrund von „Personalwechseln“ im Ehrenamt die Strukturen im Wandel. Zwei Vereine wurden neu gegründet und übernehmen spezifische Aufgaben, die vorher am Runden Tisch Erlangen - San Carlos geleistet wurden. Die Koordinationsmechanismen wurden daher überprüft und neu justiert. finep unterstützte durch die Moderation von Workshops, durch Prozessberatung und durch einen Workshop zur Drittmittelakquisition.

Das Netzwerk „Eine-Welt Stadt Köln“, im Frühjahr 2011 mit großem öffentlichen Interesse und einer großen Zahl von Netzwerk-Mitgliedern gegründet, hat sich eine schlanke Struktur gegeben. Es sieht sich vor der Aufgabe, einerseits permanent offen für neue Aktive zu sein und gleichzeitig zu einer Vertiefung der Arbeit in den thematischen Teilnetzwerken zu kommen. finep berät das Netzwerk „Eine-Welt Stadt Köln“. Nach ersten Sondierungsgesprächen wurde ein Fragebogen an den Netzwerk-Verteiler verschickt. Mit Hilfe der Ergebnisse wurde das erste Jahr des Netzwerks evaluiert und anschließend in einem Workshop die Struktur überarbeitet und spezifische Ziele für die nächsten Jahre ausgearbeitet. Auch in Köln hat finep einen Workshop zur Drittmittelakquisition durchgeführt.

In der Stadt Tübingen unterstützte finep durch Workshops und Beratung die Prozesse in den zwei Nord-Süd-Partnerschaften Tübingen - Villa el Salvador (Peru) und Tübingen – Moshi (Tansania). Bei der Partnerschaft mit Villa el Salvador ging es darum, neue tragfähige Strukturen aufzubauen, nachdem im Städtepartnerschaftsverein eine Lücke in der Koordination entstanden war. Für die neue Partnerschaft mit Moshi galt es, generell die Vernetzung der Tübinger Akteure untereinander aufzubauen sowie ihre Motive, Ziele und mögliche gemeinsame Themen und Interesse an gemeinsamen Aktivitäten herauszuarbeiten. 

Offene Seminarreihe

Die offenen Seminare richteten sich bundesweit an kommunale MitarbeiterInnen und dienen der Qualifizierung zu entwicklungspolitischen Aktivitäten. Themen waren beispielsweise 

  • „Erfolgreiche Projektumsetzung – wie Evaluation dabei hilft“ am 10. Oktober 2012 in Heidelberg
  • „Entwicklungspolitische Bildungsarbeit in der Kommune - Praxisideen und Impulse für kooperative Projekte auf lokaler Ebene“ am 6. November 2012 in Karlsruhe zusammen mit dem „Bildung trifft Entwicklung“, Regionalstelle Baden-Württemberg
  • „Grundlagenseminar zur finanziellen Förderung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit“ am 12. Dezember 2012 in Stuttgart, zusammen mit dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg

Runde Tische für Kommunalvertreter/innen aus Städten mit Nord-Süd-Partnerschaften 

  • 1. Runder Tisch Deutscher Städte mit Nicaragua-Partnerschaften am 30. Januar 2012 in Erlangen
  • 2. Runder Tisch Deutscher Städte mit Nicaragua-Partnerschaften am 19. Oktober 2012 in Wuppertal
  • Runder Tisch zum Thema „Ehrenamtliches Engagement in der Einen-Welt Arbeit im Wandel: Brücken schlagen zwischen den Generationen“ am 20. März 2013 in Stuttgart

 

Fördermittelratgeber für kommunale Entwicklungspolitik

Der Ratgeber bietet kommunalen MitarbeiterInnen Handwerkzeug für die richtige Antragstellung. Auf 25 Seiten wird kurz und bündig beschrieben, wie Projektförderung funktioniert und was bei der Projektplanung berücksichtigt werden muss.
Neben der Erläuterung, welche Rollen Kommunen bei der Akquise von Fördermitteln einnehmen können, wird dargestellt, wie geeignete Fördergeber gefunden werden können, wie Projekte ausgearbeitet und Anträge formuliert werden und worauf es bei der Projektumsetzung ankommt.

 

Internationaler Austausch
Mit den Projektpartnern

Projektseite: www.redesparaodesenvolvimento.org/de/impulsglobal

In Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt - Engagement Global gGmbH, Deutschland.

Projektlaufzeit: Mitte 2010 bis Mitte 2013

Finanzierung: Das Projekt wurde gefördert durch die Europäische Kommission, Generaldirektion DEVCO.

Kofinanzierung: Das Projekt wurde zudem gefördert aus dem Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB) mit Mitteln des BMZ und mit finanzieller Unterstützung durch das Staatsministerium Baden-Württemberg.