MultiKulturLandschaft

Von April 2011 bis März 2015 brachten wir die interkulturelle Öffnung des Naturschutzes im Landkreis Esslingen voran: Gemeinsam mit Naturschutzgruppen und Akteuren aus den Bereichen Interkultur und Migration setzten wir drei Praxisprojekte um. Die Erfahrungen hieraus teilen wir gerne mit Ihnen! Deshalb haben wir sie in Form ganz praktischer Tipps in einem Flyer in deutscher Sprache und in einem Flyer in türkischer Sprache dargestellt. Sie können die gedruckten Flyer per Post erhalten! Bitte nehmen Sie dazu Kontakt zu uns auf.

Ausführlich schildert ein Ratgeber in deutscher Sprache die Ergebnisse aus dem Projekt "MultiKulturLandschaft".

 

Im Rahmen des Projektes entstand die Webseite "multikulturlandschaft"

 

Kontakt: Petra Schmettow

 

Finanzierung: Das Projekt "Netzwerk MultiKulturLandschaft" wurde durch die Stiftung Naturschutzfonds unterstützt, gefördert aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale. Eine Co-Finanzierung erfolgte durch die Heidehof-Stiftung.

 

Zusammenfassung des Projektes

 

Projekthintergrund:
Eine interkulturelle Öffnung von Naturschutzorganisationen hat bislang kaum stattgefunden. MigrantInnen unterschiedlichster Herkunft finden bisher nur vereinzelt Zugang zu Themen des Naturschutzes.
Die Arbeit von Naturschutzvereinen und -organisationen ist fast ausschließlich deutsch geprägt und wird zu einem Großteil von Ehrenamtlichen getragen. Die Rahmenbedingungen der Freiwilligenarbeit haben sich durch demographischen Wandel sowie durch neue Lebens- und Arbeitsformen verändert. Insbesondere für Ortsgruppen entstehen aus sinkenden Mitgliederzahlen zeitliche Engpässe, die das Überwinden von interkulturellen Barrieren zusätzlich erschweren.
Zum einen sollten sich gesamtgesellschaftliche Aufgaben, wie der Naturschutz, allen Menschen gleichermaßen erschließen können. Zum anderen machen MigrantInnen einen starken Anteil an der Bevölkerung in Baden-Württemberg aus (26,2 % im Jahr 2009), so dass eine interkulturelle Öffnung auch für einen effektiveren Naturschutz wichtig ist.

 

Projektziel:
Unser Projekt „MultiKulturLandschaft" zielte darauf ab ,beispielhaft im Landkreis Esslingen, Menschen mit Migrationshintergrund für das Thema Kulturlandschaftsschutz zu sensibilisieren und zu eigenen Aktivitäten zu motivieren. Zudem sollten sich Naturschutzakteure für die neue Zielgruppe öffnen und die verschiedenen Akteure miteinander vernetzt werden.
Herzstück von „MultiKulturLandschaft" waren drei Praxisprojekte, die von Migranten- und Naturschutzgruppen gemeinsam geplant, durchgeführt und ausgewertet wurden. Die Projektergebnisse sind kurz und prägnant in einem Flyer in deutscher und in türkischer Sprache und ausführlicher in einem Ratgeber dargestellt (siehe Links am Anfang des Textes).


Laufzeit: April 2011 bis März 2013

 

Folgeprojekt „Netzwerk MultiKulturLandschaft":

Die sehr gute Resonanz auf unser Projekt „MultiKulturLandschaft" und die Tatsache, dass es in dem Handlungsfeld einer interkulturell geöffneten Naturschutzarbeit noch viel zu tun gibt, veranlasste uns das Folgeprojekt „Netzwerk MultiKulturLandschaft" zu starten. Noch stärker als im Vorgängerprojekt haben wir  neue Partnerschaften initiiert und die nachhaltige Vernetzung gefördern, um so Synergien zu erzielen: Die Vernetzung von Verwaltung, Verbänden und Zivilgesellschaft.
Unser Ziel war es, die interkulturelle Öffnung des Naturschutzes in den landesweiten Verwaltungsbereichen Baden-Württembergs dauerhaft zu verankern und Querverbindungen zwischen den Verwaltungsbereichen herzustellen.

Naturschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die sich allen Menschen gleichermaßen erschließen sollte. Im Rahmen des Projektes erhalten neue Zielgruppen Zugang zu Angeboten des Naturschutzes, durch welche Bewusstseinsbildung und Lernen für eine nachhaltige Entwicklung stattfinden können. Konkret dienen Fachbeiträge qualifizierter Referenten dazu, Aktiven im Naturschutz interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln: Zum einen durch Elemente der Selbstreflexion über das eigene kulturelle Selbstverständnis und zum anderen durch Handlungswissen. Partnerschaftliche Projekte zwischen Migrantengruppen und Umweltgruppen sollen erfahrbar machen, dass interkulturelle Begegnung rund um die Themen "Natur und Umwelt" eine Bereicherung ist, weil sie zum einen den sozialen Zusammenhalt fördert und zum anderen Kräfte für eine nachhaltige Entwicklung bündelt.

Laufzeit April 2013 - März 2015