Hocketse mal anders - Nachhaltige Dorffeste als Orte der Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

Das Projekt nutzte Dorffeste (schwäbisch: Hocketse), um der Bevölkerung ländlicher Gemeinden Baden-Württembergs die Vorzüge eines nachhaltigen Lebensmittelkonsums, z.B. durch ein Bierdeckel-Rate-Spiel oder einen Barfußpfad zu Textilien, ansprechend und motivierend zu vermitteln. In drei Pilotkommunen wurden die Organisationsteams der Dorffeste motiviert, die Feste nachhaltig auszurichten. Die entwicklungs- politischen Lerninhalte wurden mit Themen des ländlichen Raumes (z. B. regionale Wertschöpfung, faire Preise für Erzeuger) verknüpft. Der Fokus lag auf regionalen und fair gehandelten Produkten. Durch die innovative Methode des "Casual Learning" erhielten die BesucherInnen quasi nebenbei Informationen zu nachhaltigem Konsum und wurden durch praktische Alltagstipps motiviert entsprechend zu handeln.

 

Aktivitäten

Gemeinsam mit den Organisationsteams von Gemeinde- oder Vereinsfesten in Denkendorf (LK Esslingen), Dornstadt (Alb-Donau-Kreis) und in den Herrenberger Stadtteilen Kayh und Mönchberg (LK Böblingen) wurden innovative Bildungsaktivitäten und Materialien entwickelt und produziert.

Das passiert in den folgenden Projektschritten:

  • Startworkshops in 2014/2015 zum kennenlernen, gemeinsam Anknüpfungspunkte und Themen für Lerninhalte zu diskutieren und weitere mögliche Mitwirkende zu benennen.
  • Kreativworkshops in 2015 die dazu dienten, Lerninhalte gemeinsam zu entwickeln und die Durchführung der Bildungsaktivitäten auf den Festen vorzubereiten.
  • Basierend auf den Workshopergebnissen Entwicklung und Produktion der Bildungsmaterialien durch finep.
  • Durchführung der Feste durch die Organisationsteams von Juli bis Oktober 2015. finep begleitete die Bildungsaktionen auf den Festen und nahm zum Zweck der Dokumentation und Evaluation teil.
  • Auswertungsworkshop im Anschluss an die Feste.

 

Laufzeit:

August 2014 - Dezember 2015

 

Kontakt

Carla Schweigert

 

Finanzierung

Das Projekt „Hocketse mal anders" wurd gefördert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie aus Mitteln der Glücksspirale des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.