Make Fruit Fair! Gerechte Arbeitsbedingungen, nachhaltige Entwicklung und fairen Handel fördern

Die Nachfrage nach tropischen Früchten wächst. Die Macht der Supermarktketten und multinationalen Fruchtkonzerne auch. Gleichzeitig sind die Bedingungen für die ProduzentInnen und ArbeiterInnen in den Ländern des Südens häufig schlecht. Um das zu ändern, müssen Regierungen und Unternehmen weltweit aktiv werden.


Die Banane ist die zweitbeliebteste Frucht der Deutschen, gleich nach dem Apfel. Auch weltweit wächst der Handel mit tropischen Früchten wie Bananen, Ananas, Mangos, Orangen und Avocados. Ein Großteil der Früchte in den Anbauländern, z. B. in Ecuador und Kolumbien, wird nur für den Export produziert. Geringe Einkommen, Arbeitsrechtsverletzungen und mangelhafter Umweltschutz sind im Anbau und Handel mit tropischen Früchten häufig an der Tagesordnung. Das Nachsehen haben kleinbäuerliche ProduzentInnen und ArbeiterInnen am Anfang der Lieferkette.


finep setzt sich im Rahmen der internationalen Kampagne „Make Fruit Fair!" für die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten ein. Gemeinsam mit 18 Partnerorganisationen aus Europa, Afrika und dem amerikanischen Kontinent fordern wir existenzsichernde Löhne und faire Preise, die Einhaltung von Arbeitsrechten und den Schutz der Umwelt.

 

Wir fordern Fruchthandelskonzerne und Supermärkte dazu auf:

  • Die Zahlung existenzsichernder Löhne und Preise auf den Plantagen zu gewährleisten, von denen sie tropische Früchte beschaffen.
  • Gleichen Zugang für Frauen zu Arbeit und Ausbildung sicherzustellen.
  • Die Einhaltung von Arbeitsrechten zu garantieren, einschließlich des Rechtes, unabhängige Gewerkschaften zu organisieren.
  • Für den Schutz der Umwelt und eine Verringerung des Einsatzes hochgiftiger Pestizide zu sorgen.

Wir fordern von Regierungen:

  • Den missbrauch der Einkaufsmacht der Supermärkte zu beenden.
  • Sicherzustellen, dass Unternehmen für de Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern haftbar gemacht werden können.
  • Eine Politik für faire und nachhaltige Fruchtproduktion zu unterstützen.


Projektbausteine

  • Schulungen für MultiplikatorInnen und Entwicklung eines Curriculums mit begleitendem Schulungsmaterial
  • Medienkampagne mit Pressekonferenzen, Journalistenreisen und Fotoaktionen
  • Mobilisierungskampagne mit Social Media-Aktivitäten, Bildungsveranstaltungen, Eilaktionen und einer Online-Petition
  • Rundreisen mit PartnerInnen aus Lateinamerika
  • Lobbyarbeit auf nationaler und EU-Ebene
  • Mitarbeit im European Banana & Agro Industrial Product Action Network (EUROBAN)

 

Kampagnenmaterial

 

Kooperationspartner

Asociația Mai Bine (RO)

BanaFair (DE)

Banana Link (GB)

Ekumenicka akademie Praha (CZ)

Fair Trade Advocacy Office (BE)

Fako Agricultural Workers Union (CM)

Fundacja Kupuj Odpowiedzialnie (PL)

Gruppo di Volontariato Civile Onlus (IT)

Instituto Marquês de Valle Flôr (PT)

Koperattiva Kummerċ Ġust (MT)

Oxfam Deutschland e.V. (DE)

Peuples Solidaires (FR)

Sindicato Nacional de Trabajadores de la Industria Agropecuaria (CO)

Südwind Agentur (AU)

Tudatos Vásárlók Közhasznú Egyesülete (HU)

Unión Regional de Organizaciones Campesinas del Litoral (EC)

The Windward Islands Farmers Association (CIW)

Zaļā brīvība (LV)

 

Projektwebseite: www.makefruitfair.de

 

Projektlaufzeit

2015 - 2018

 

Kontakt

Lina Gross

 

Finanzierung

Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union realisiert. Für den Inhalt ist allein finep e.V. verantwortlich; es gibt nicht den Standpunkt der Europäischen Union wieder.

 

 

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des