Weniger tragen ist mehr haben – Nachhaltiger Textilkonsum im Alltag

Projekthintergrund

Durchschnittlich kauft jede/r Deutsche 30-40 Kleidungsstücke im Jahr. Damit gehören wir, zusammen mit den USA und der Schweiz, zur Weltspitze. Über 90 Prozent der Kleidung, die in Deutschland verkauft wird, stammt aus Niedriglohnregionen in Südostasien oder Mittelamerika. Dort sind Löhne unter dem Existenzminimum, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und negative Umweltauswirkungen oftmals an der Tagesordnung.

Mögliche Alternativen und Lösungsvorschläge für die Probleme der Textilindustrie zeigte das Projekt „Weniger tragen ist mehr haben" auf. Insbesondere jungen VerbraucherInnen wurden im Rahmen der Bildungsaktionen Handlungsalternativen hin zu einem nachhaltigen Konsumverhalten aufgezeigt. Dazu wurde auf das Konzept des „Casual Learning" zurückgegriffen. Es basiert darauf, die jeweiligen Informationen in alltägliche Lebenssituationen zu integrieren und ermöglicht so - gewissermaßen nebenbei - die Vermittlung relevanter Inhalte.

Projektbausteine

  • Konzeption und Umsetzung von Bildungsaktionen, die die Themen Nachhaltigkeit und Textilien in den Vordergrund stellen, wie z.B. ein Schwammtuch für Studierende oder aber eine T-Shirt-Installation mit Tipps zum nachhaltigen Waschen samt Faltblatt, die in Waschsalons in Esslingen, Stuttgart und Heidelberg platziert wurden. Bedruckte Nähsets, die in Hotelzimmern auslagen, machten als weitere Bildungsaktion auf textile Nachhaltigkeit aufmerksam.
  • Kostenfreie telefonische Beratung zur Methode "Casual Learning"
  • Broschüre zum "Casual Learning" am Beispiel des Kleiderkonsums sowie Bereitstellung von Beispielen innovativer Bildungsaktionen auf einer Webseite

Laufzeit

2015 - 2016

Informationsseite zu nachhaltigem Textilkonsum

Tipps zu einem nachhaltigen Textilkonsum finden sich unter textil.finep.org

Finanzierung

Das Projekt „Weniger tragen ist mehr haben" wurde durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst gefördert.

Kontakt

Kai Diederich

 

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.