Faire Arbeit und gerechte Bezahlung auf Fyffes-Plantagen!

(15.02.2017) Fordern Sie gemeinsam mit „Make Fruit Fair!" den internationalen Fruchtkonzern Fyffes dazu auf, die Rechte von ArbeiterInnen im Anbau tropischer Früchte zu respektieren. Schicken Sie eine Email an den Importgiganten und verlangen Sie die Einhaltung von Gewerkschaftsrechten und die Bezahlung existenzsichernder Löhne.

Ihre Nachricht an Herrn David McCann, den Vorstandsvorsitzenden von Fyffes:


 

Fyffes - Gravierende Arbeitsrechtsverletzungen in Costa Rica und Honduras

„Sie haben nie an die Sozialversicherung gezahlt. Nun bin ich nicht in der Lage in Rente zu gehen oder mich nach so vielen Jahren auf den Plantagen endlich auszuruhen. Ich muss weiterhin nach Arbeit suchen, um zu überleben." schildert Maria Gomez (65) ihre Situation, die denen vieler Arbeiterinnen ähnelt. Sie war fast 30 Jahre lang als Aufseherin bei einer Tochterfirma von Fyffes, die in Honduras Melonen anbaut. Der Fruchtkonzern ist einer ist der führende Bananenimporteur in Europa und gehört zu den größten globalen Vermarktern von Ananas und Melonen.

Bei verschiedenen Tochterfirmen von Fyffes, ANEXCO in Costa Rica sowie Suragroh in Honduras, gibt es Verstöße gegen internationale Arbeitsnormen. Die Löhne unterschreiten den gesetzlichen Mindeststandard, ArbeiterInnen wird die Gewerkschaftsfreiheit versagt und Tarifverhandlungen werden verweigert. Wollen sich ArbeiterInnen organisieren, werden sie bedroht, belästigt oder entlassen.

Auf den Plantagen sind ArbeiterInnen gefährlichen Chemikalien ausgesetzt, was zur Folge hat, dass viele über Kopfschmerzen, Übelkeit und Fieber klagen. Sie werden nicht ausreichend über Gefahren als auch über Möglichkeiten, sich zu schützen, informiert. Im Dezember 2015 litten beispielsweise bei Suragroh rund 100 Frauen unter Vergiftungen. Einige mussten ins Krankenhaus, nachdem sie versehentlich in Windrichtung von versprühten Unkrautvernichtungsmitteln und Chlor auf einem angrenzenden Grundstück abgesetzt worden waren.

Viele der Beschäftigten auf den Plantagen sind Frauen. Sie sind auf die Saisonarbeit angewiesen und besonders von Diskriminierung betroffen, etwa im Fall einer Schwangerschaft. Marys Suyapa Gomez wurde entlassen, nachdem sie 15 Jahre lang für Suragroh gearbeitet hatte: „Ich wurde schwanger und Schwangerschaft dulden sie hier nicht."

Obwohl Fyffes auf ihrer Webseite vollmundig versprechen: „Und wenn etwas nicht funktioniert, ändern wir es", bleiben Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen in Costa Rica und Honduras aus. Fordern Sie Fyffes mit Ihrer Nachricht dazu auf, Verantwortung zu übernehmen!

Weitere Informationen zur "Make Fruit Fair!"-Kampagne gibt es hier.